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Unterwegs mit Schulmaterial durch Namibia

Es fehlt selbst an Stiften und Liniealen

Als die Afrikaliebhaber um Peter Stumpf aus Loßburg im vergangenen Jahr der Epupa Grundschule in Na-mibia einen Besuch abstat-teten, war ihnen klar: Hier wird Hilfe benötigt.

Loßburg/Baiersbronn. Die Neuanschaffung von 50 Stock-betten und 100 Matratzen hat sich der Freundeskreis mit Peter Stumpf aus Loßburg, Thomas Zink aus Baiersbronn, Patrick Rommel aus Laupheim sowie Anschi und Achim Wurster aus Buchenberg im Allgäu zum Ziel gesetzt.
Bereits bei der Reise nach Namibia im vergangenen März konnte das Team durch eine Spendenaktion einen, wie Peter Stumpf betont, "dringend be-nötigten Drucker mit Kopier-funktion, Schulmaterial, Rei-nigungsmittel, Medikamente, Verbandsmaterial und Lebens-mittel übergeben".
Erschreckend bei ihrem Besuch an der Schule waren für die Besucher aus Deutschland jedoch die Zustände der Bettgestelle und Matratzen in der Schulherberge: zerfledderte, einfache Schaum-stoffunterlagen in schlechter Qualität und viel zu schwaches Rohrmaterial für die Stockbetten, welche an allen Ecken gebrochen und verbogen sind. Derzeit müssen sich die Kinder die noch wenigen verbliebenen Betten teilen oder auf dem nackten Betonboden schlafen.
So hat sich die Gruppe ent-schlossen, ein zweites Kapitel in ihrem Hilfsprojekt aufzuschlagen und mit einer weiteren Spenden-aktion neue stabilere Betten sowie qualitativ höherwertige Matratzen zu beschaffen. "Noch ist das Spendenziel von 21 000 Euro zur Komplettfinanzierung inklusive der Transportkosten nicht erreicht. Derzeit weist das Spendenkonto aber schon stolze 17 500 Euro auf", teilt Stumpf mit.
Einen großen Sprung nach vorne gab es in den vergangenen Monaten durch die Spenden der Firma Weinmann Aach, der Firma Arburg sowie durch eine größere Privatspende. Aber auch viele Spenden anderer Unternehmen und Privatpersonen sorgten für das ansteigende Spendenvolumen.

Mitglieder machen
sich ein Bild vor Ort

Derzeit liegen verschiedene Angebote für die Produktion der Stockbetten und Matratzen aus Namibia vor, teilt Stumpf mit. Beim Einholen der Angebote wird die Gruppe von ihren Freunden Ina und Olli Carstens in der Landes-hauptstadt Windhoek unterstützt. Ende Februar reist der Freundes-kreis dann wieder nach Namibia. Dort wollen die Mitglieder vor Ort selbst bei den Firmen vorbei-schauen und sich ein Bild über die verarbeiteten Materialien machen, sowie die Aufträge zur Produktion erteilen. "Nachhaltigkeit steht bei uns ganz oben auf der Liste. Die Betten und Matratzen müssen hinsichtlich der Stabilität den Anforderungen eines Schüler-heims gewachsen sein. Des Weiteren muss vor Ort noch der Transport organisiert werden, denn die circa 910 Kilometer von Windhoek bis hoch in den Norden sind kein Pappenstiel", merkt Thomas Zink an.
Die Epupa Primary School ist eine Grundschule und befindet sich im Nordwesten Namibias an der Grenze zu Angola, circa zehn Kilometer unterhalb der Epupa-fälle, die vom Grenzfluss des Kunene gespeist werden. In dieser abgeschiedenen Gegend, im soge-nannten Kaokoveld mit einer Fläche von rund 50 000 Quadrat-kilometern, gibt es fast keine Infrastruktur. Das nächstgelegene kleine Städtchen Opuwo liegt 170 Kilometer entfernt und ist nur über eine Schotterstraße zu erreichen. Opuwo bedeutet in der Stammes-sprache des dort lebenden Volks-stammes der Himba "Das Ende". Für europäische Verhältnisse ein passender Begriff für das rund 12 000 Einwohner umfassende Städtchen mit seinen verschie-denen Volkskulturen. Für nami-bische Verhältnisse jedoch handelt es sich um einen großen Versor-gungsknotenpunkt im Nordwesten Namibias mit seinen drei Tank-stellen und drei Supermärkten.
Insgesamt werden an der Epupa Grundschule rund 170 Kinder von der ersten bis zur siebten Klasse unterrichtet. Der Großteil der Schüler kommt aus einem Umkreis von 35 Kilometern und ist während der Woche, teilweise auch das ganze Jahr über, an dieser Schule untergebracht. Für die Schüler ist die Unterbringung im Schülerheim die einzige Möglichkeit den Unter-richt zu besuchen, da sie ansonsten einen langen und oft auch gefähr-lichen Schulweg durch den Busch auf sich nehmen müssten.
"Zwar handelt es sich bei dieser Schule um eine staatliche Ein-richtung, jedoch sind die Schulen im Outback dieser Region völlig unterfinanziert und daher auf Spenden angewiesen", erklärt Stumpf.

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